Napier bis Wellington 17 Nov, 2006
Posted by Daniela & Andreas in Neuseeland, North Island.4 comments
Ich mache dann einfach mal beim letzen mal weiter.
Die gute Frau vom Kanu-Verleih sagte, als wir sie endlich mal an die Leitung bekommen haben. Nene, hier ist das Wetter bestens. Habe heute noch zwei auf den Fluss gelassen. Da oben am Berg ist es immer ein wenig feuchter! Da waren wir ja mal wieder beruhigt. Ansonsten hätten wir ja gar nicht mehr gewusst was wir noch alles machen sollen. Also ging es dann auf nach Taumarunui, um am nächsten Tag dann ins Kanu zu steigen. Wir haben uns dann im strömenden Regen einen Campingplatz gesucht, um in Ruhe unsere Rucksäcke für die drei Tage zu packen. „Hoffentlich hört es bald auf zu regnen“, dachten wir uns. Es war echt furchtbar! Wir wussten bis dahin noch nicht, dass es an einem Stück so viel regnen kann. Wobei es ja einen Grund geben muss, warum NZ sooooo grün ist.
Aber das Ende des Liedes war natürlich ohne Ende Regen und eine abgesagte Kanu-Tour. Ach so, wir haben dann übrigens die zwei Leute getroffen, die die Frau vom Kanuverleih drei Tage zuvor noch zum Fluss gebracht hat. Zwei Deutsche übrigens. Wir haben uns ein wenig unterhalten und sie haben uns geschildert, was sie so auf dem Wasser alles durchgemacht hatten. Der erste Tag war wohl wunderschön und dann kam der Regen! Tag drei zeigte der Regen sich auch am Wasserstand des Flusses. Aus dem sonst ruhigen Fluss wurde ein reißender Fluss mit zwei Metern mehr Wasserstand. Auf jeden Fall für Kanus. Die waren dann auch froh wieder heil am Land zu sein. Naja, wir machen so was dann vielleicht auch noch auf der Südinsel.
Napier
Dann fiel unser Entschluss Richtung Osten nach Napier zu fahren. Napier ist die Art-Deco Stadt von Neuseeland. Wir haben gelesen, dass sie mit Miami im Wettstreit steht wer denn jetzt die tollste Art-Deco Stadt ist. Etwas zur Geschichte Napiers. 1886 war ein schweres Erdbeben und die gesamte Stadt hat in Trümmern gelegen. Dann wurde beschlossen, diese Stadt wieder komplett aufzubauen. Da wurden einige Kunststudenten drauf angesetzt, die dann eine tolle Stadt da hin geplant haben. Naja, wir müssen doch schon zu- geben, es hat uns nicht so wirklich begeistert. Da war das Aquarium doch schon einen Tick interessanter. Da gab es außer Fischen auch noch Reptilien und Kiwis (klingt jetzt hier gerade nicht so spannend, aber es war wirklich schön… mit Haifischfütterung etc.).
Nach ein paar Runden am Strand haben wir uns dann entschlossen, mal nach Hastings zu fahren, um dann auf den Te Mata Peak einen kleinen Happen zu essen. Man hat von da oben einen wunderschönen Ausblick. Die schneebedeckten Berge, die Landschaften, Napier, Hastings und natürlich Hawkes-Bay.
Wenn man in Neuseeland ist, muss man natürlich auch einmal Golf gespielt haben. Das ist ja hier der Nationalsport. Wir haben uns dann auf das etwas kleinere Minigolf beschränkt. Da Daniela ja nicht verlieren kann, habe ich sie dann mal mit einem Punkt gewinnen lassen ☺. Nee, gar nicht war. Sie hat super gespielt. (So ein Schleimbeutel, oder?! OBEREXTRATSSS!!!)
Dann das Highlight: Wir fahren voller Wohlbestreben zu einem DOC Campground am Lake Tutira. Wunderschön, einige einheimische Camper und Zelter. Wir haben unseren Bus schon zum Kochen gerichtet, da sind sie dann gekommen. Ca. 20 Kinder von 10 bis 16 mit ihren Eltern. Sie haben uns quasi umzingelt. Dann war es vorbei mit der Ruhe. Tagsüber ist das nicht so wild, aber wenn man abends schlafen will, kann das schon etwas nervig werden. Also sind wir einfach nach dem Kochen noch mal etwas näher zum See gefahren und haben da dann eine ruhige Nacht verbracht. Aber um die Kinder auch noch mal zu loben, ab 10 waren sie doch tatsächlich ruhig.
Ach ja, noch was ganz witziges nebenbei. Um den Zeltplatz rum haben ca. 70-80 Schafe geweidet und der Platz ist mit Zäunen und Toren gesichert. Mitten in der Nacht ist dann doch noch ein Auto gekommen, aber auch gleich wieder gefahren. Dieser Sack hat dann aber vergessen, dass Tor wieder zu schließen. Na toll, ihr könnt euch sicher vorstellen, was 70 Schafe für einen Palava machen, wenn sie um die Camper rum wuseln. Ganz abgesehen von den ganzen Exkrementen, die dann am nächsten Morgen vor deiner Haustürl iegen. Naja, aber die Kinder waren dann noch mal für zwei Stunden mit Schafen treiben beschäftigt.
Dann haben wir noch einen Tag in Napier rumgegammelt, um dann auf dem Campingplatz, auf dem wir zu unserer Weintour abgeholt werden, noch mal zu duschen. Die Weintour hat uns rund um Napier in vier Weingüter gebracht und überall gab es doch tatsächlich eine Weinprobe.
Ich kann euch sagen, danach waren wir doch schon etwas angeheitert. Vor allem weil wir ja in letzter Zeit nicht viel mit Alkohol zu tun hatten. Aber es war sehr schön. Ach ja, die haben hier sogar Eiswein, ja wirklich in Neuseeland gibt es Eiswein (obwohl die gar keinen Frost haben)! Das hat uns aber auch gewundert und deshalb mussten wir auch gleich mal nachfragen wie sie das denn machen. (vor allem hat die Flasche auch nur NZ$15 gekostet) Als Antwort haben wir bekommen „We are very clever in New Zealand!“. Sie haben uns dann erzählt, dass sie die Trauben einfach lesen und dann für einige Tage ins Gefrierhaus stellen um sie dann zu pressen. Echt clever, dachten wir. Dafür ist der dann auch so billig. Aber er ist ganz gut.
So, unsere Zeit in Napier ist dann auch vorbei. Zuerst noch mal zur Visitorinformation um nach dem Wetter für den Tongariro Crossing zu fragen. Zu unserem Glück sollte das Wetter besser werden in dieser Region. Also nix wie rüber nach Taupo, damit wir morgen den Crossing machen können! In Taupo angekommen war da voll die Wallung, denn die Motocross Weltmeisterschaften fangen am 14.11.06 an. Wir haben die Eröffnung gesehen und es war erstaunlich welche Länder da so alle mit gemacht haben. Deutschland war auch ganz gut vertreten. Aber einige Länder wie z.B. Equador hatten nur zwei oder drei Leute da rum laufen.
12.-13.11.06 Taupo – Tongariro Crossing
Nach dem Cross Erlebnis sind wir dann noch mal in die Tourist-Info, um uns zwei Plätze im Bus zum und wieder vom Berg weg zu reservieren. Dieser sollte um 7 Uhr von Turangi starten und uns zum Start des Crossings bringen. Und natürlich erkundigten wir uns noch mal nach dem Wetter. Die gute Frau am Schalter schaute in ihren Bildschirm und sagte „Tomorrow ist the day to do it!“ Ok, sagten wir, wir wollen die Buskarten!
Nach einer für mich ausnahmsweise sehr langen und schlaflosen Nacht sind wir dann bei bestem Wetter aus dem Bett. Ihr müsst wissen, dass es die ganze Nacht geregnet hatte und ich mir schon die ganze Nacht über Sorgen und Gedanken machen musste was wohl morgen sein wird. Dabei habe ich mich dann, nach Aussagen von Daniela, mindestens 123-mal von einer Seite zur anderen gedreht. Deswegen wurde Daniela dann auch alle 10 min wach. Sie wollte mich schon umbringen, weil sie ausnahmsweise mal sehr gut geschlafen hat (sie liegt sonst immer wach).
Naja, aber es war geschafft, wir haben den Bus bekommen und sind dann Punkt 8 Uhr am Startpunk der Mangatepopo Hut los gewandert. Aber auch hier mal wieder dieselbe Geschichte: Oftmals sagen Bilder einfach mehr als Worte:
Noch ein kleiner Einwurf am Rande: Warum wir so viel schreiben? Tja, dass ist ganz einfach. Wir wollen einfach am 17.06.2022 um 17:34 Uhr noch mal alles genau nachlesen können. Denn irgendwie ist es manchmal schon schwer sich an die Orte, an denen man drei Tage zuvor war zu erinnern. Jaja, wir gehen schon langsam auf die 30 zu, da kann das schon mal vorkommen.
14.11.06 Taihape – Martinborough
Gestern wollte (Großmaul) Daniela dann mit dem längsten und schnellsten ‚Flying Fox’ hier in NZ (…oder war es auf der Welt?) fahren. Bis zu 160kmh soll das Ding schnell werden. „Da will ich hin!“ … Ja, aber nur so lange bis ich das Ding gesehen habe. „NEEEEE! Schatz, komm’ ma fahr’n wieda!“ Abgesehen davon war es eh schon halb sieben und die hatten schon geschlossen, aber ich hätte das ja ursprünglich eh am nächsten Tag machen wollen. Nun gut, da es eben schon relativ spät war, wurde es dann auch Zeit, einen Schlafplatz zu suchen. Also sind wir einfach noch ein bisschen weiter gefahren und haben dabei diesen wunderschönen Canyon gefunden:
Am nächsten Morgen (also heute) mussten wir ja noch mal an dem Flying-Fox-Geschäft vorbei und haben auch mal dort angehalten. „Nur für den Fall, dass wir vielleicht doch damit fahren wollen…“ Wir kamen in den Shop und die nette junge Frau hat auch gleich eine DVD für uns eingeworfen, auf der man Leute gesehen hat, die die Attraktionen genutzt haben. Dort gibt es ja auch noch einen wasserbetriebenen Sessellift und Bungy Jumping. In der DVD hat das dann doch ziemlich gut ausgesehen. „Das machen wir!“ Hmmmh, oder auch nicht. Der Preis hat uns dann mal gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. NZ$90.00 (ca. 45€) pro Person sollte der Spaß kosten und das für einen Spaß von vielleicht 30Sekunden wenn überhaupt. Nee, das ist dann doch ein bisschen heftig. Also sind wir dann ‚spaßlos’ wieder gefahren.
Von dort haben wir nur noch Kilometer geschrubbt und haben uns auf den Weg in Richtung Wellington gemacht. Heute nacht übernachten wir in Martinborough auf einem richtig gemütlichen Campingplatz mit absolut fabelhaften Duschen (das muss an dieser Stelle einfach mal erwähnt werden! Alle Backpacker, die das hier lesen, werden mir mit Sicherheit zustimmen, oder?!)
So, das war so unser heutiger Tag so far… Bis dann ihr Lieben. Macht’s gut!
Wieder auf Tour 6 Nov, 2006
Posted by Daniela & Andreas in Neuseeland, North Island.3 comments
Nun folgt der letzte Teil unserer Reise auf der Nordinsel, bevor wir am 19.11.06 zur Südinsel übersetzen.
Nach den zwei sehr anstrengenden Wochen auf unserer kleinen Farm in Thames haben wir uns nun doch wirklich mal wieder etwas Erholung verdient
! Deshalb verbringen wir diese drei Wochen mit der Erkundung der restlichen Nordinsel.
Angefangen hat alles schon in Thames. Fast schon aus der Stadt raus, sahen wir ein Schild, welches uns zu einem Schmetterlingshaus führte. Dieses Haus beherbergt ohne Ende viele Schmetterlinge, die in all ihren Farben leuchteten und schimmerten. Das dumme daran war aber, dass diese natürlich nur unter subtropischen Bedingungen leben können. Das bedeutet, 40°C und 90% relative Luftfeuchtigkeit. Vielleicht kennt der ein oder andere das Problem mit Brillen die dann sofort beschlagen. Genau das gleiche ist dann natürlich auch mit der Kamera passiert, aber mit dem kleinen Unterschied, dass da viel mehr Glass im Objektiv ist, wo man mit einem Tuch nicht hinkommt. Also musste ich mich ca. eine halbe Stunde an einen, für diesen Zweck „speziell entwickelten“ Föhn stellen und die Kamera auf Raumtemperatur aufwärmen. Ich glaube es hat so lange gedauert weil sie so ein Klotz ist. Aber egal, sind schöne Fotos dabei raus gekommen.
Weiter ging es zu einem privaten Garten, den „Rapaura Gardens“. Es war der Hammer. Hier in NZ ist es so, wenn du ein Grundstück kaufst und da ist zufälliger weise ein Wasserfall oder eine tolle Höhle drauf, dann gehört dir alles! So auch dieses Grundstück, ein riesiger Garten und zu guter letzt auch noch einen Wasserfall wie ihn sich jeder von uns irgendwo hinter seinem Haus erträumen würde. Aber man kann ja nicht alles haben.
Jetzt aber nichts wie raus aus Thames, dachten wir uns. Wir wollten schließlich ja auch noch zur Spitze der Coromandel Halbinsel. Nachdem wir aber nach Coromandel Town kamen und die schlechten Straßen uns den letzten Nerv geraubt hatten, haben wir dann einfach wieder kehrt gemacht und sind dann zur Ostküste gefahren. Dort haben wir einen wunderschönen Platz zum übernachten gefunden. Direkt an einer Klippe die ca. 70m runter zum Wasser reichte.
Am nächsten Tag ging es dann weiter zur Opito Bay, dieser Strand soll einer der schönsten in NZ sein! Aber das beste daran ist, dass man selbst in der Hauptsaison max. 20 Personen dort zu sehen bekommt. Dort gibt es auch noch einen wunderschönen Shortwalk auf den Berg, der sich am Ende der Bay ertürmt. Diesen kann man aber nicht so einfach finden, da es keine Schilder dafür gibt. Man muss bis zum Ende des Dorfes fahren, dann zu Fuß nach rechts am Strand entlang bis zum Berg. Dann kann man irgendwann ein Schild entdecken, welches gut hinter einem Busch versteckt ist. Man sollte auf jeden Fall dort hoch, denn es ist wunderschön und sehr einsam.
Nun ging es weiter Richtung Süden, genauer nach Whitianga. Dort haben wir unsere Reserven wieder aufgestockt, um dann direkt weiter zu fahren. Im Lonely Planet haben wir etwas über einen Hochseil Adventure Park gelesen. Dieser ist ca. 10 min außerhalb von Whitianga und gehört einem alten Segler. Hierzu will ich nicht viel schreiben. Da sprechen die Fotos eine bessere Sprache:
Aber eins noch, es war der Oberhammer!!!
Der letzte Halt dieses Tages war dann noch Cathedral Cove und Hot Water Beach. Cathedral Cove ist eine ziemlich große Grotte direkt am Strand und dahinter steht eine sehr große Säule aus Stein. Mann kann es nicht wirklich gut beschreiben. Aber viele werden dieses Foto vielleicht kennen.
Hot Water Beach war die Enttäuschung des Tages. Aber erst mal eine kleine Erklärung: Das ist so, am Strand sind fünf heiße Quellen die sich bei Ebbe durch den Sand nach oben drücken. Das werden sie bestimmt auch bei Flut machen, aber man kann es halt nur bei Ebbe spüren. Also kann man sich am „Miniaturspatenleihstand“ für einen kleinen Betrag einen „Miniaturspaten“ leihen und im Sand buddeln gehen. Wir haben das mal gelassen um zuerst mal zu gucken, was da denn eigentlich so ab geht. Einerseits war es erstaunlich, dass es so etwas gibt, aber andererseits ist es sehr touristisch. Ihr müsst euch vorstellen, 50 Touris mit Schaufeln wollen im Sand ein Loch graben um dann im warmen Wasser ihre Füße zu baden. Aber die Wellen machten alle gebauten Sandmauern schneller wieder zunichte als man sie bauen kann. Naja, wie auch immer, hier ein Beispiel:
Am nächsten Tag war dann wieder Wandertag angesagt. Wir haben einen tollen Trackvorschlag aus dem Lonely Planet wahrgenommen. Dieser war der Collins Drive Walk in der Golden Hills Mine. Er beinhaltet einen 500m langen Mienenschacht quer durch den Berg. War schon der Wahnsinn, was die früher alles von Hand geschaufelt hatten!
Tja, da wir seit drei Tagen keine Dusche mehr gesehen hatten und auch sehr geschwitzt hatten, entschloss ich mich dann mal kurzerhand im Bach nebenan ein Bad zu nehmen. War wunderschön kalt! Aber im Nachhinein auch wunderschön erfrischend.
Am Abend des 31.10.06 hatten wir das Hangi & Concert (Hangi = typisches Maori-Mahl, speziell gekocht in der Erde mit typischen Maori-Gesängen etc.) mit Tamaki Tours in Rotorua gebucht. Abholung sollte von unserem Hotel, dem Duxton Okawa Bay sein. Als richtige Backpacker haben wir natürlich nur als Ober-Mega-Extra-Ausnahme mal ein Hotel gebucht. Gut, wir haben uns also im großen und ganzen dann am 31.10.06 auf den Weg nach Rotorua gemacht. Die Meinungen über Rotorua gehen ja auch sehr auseinander, wenn man mit Touristen spricht, die dort waren. Die einen sagen ‚Wow, muss man gesehen haben’, die anderen ‚Boah, das stinkt wie Pest und ist nicht wirklich spannend. Kann man sich sparen’. Aber wir wollten uns natürlich selbst ein Bild davon machen. Dort angekommen, sind wir erst einmal in die Einkaufsmeile in der Fenton Street und der erste Eindruck war: Sieht aus wie die anderen Städte hier auch, aber es hat nicht gestunken. Als wir dann ein bisschen rund gelaufen und gefahren sind, haben wir dann doch ein paar richtig schöne Plätze im Park und in der Umgebung gefunden. Aber dazu später mehr.
Wir mussten schon relativ früh im Hotel einchecken, weil wir schon um halb 6 zu der Maori-Aufführung abgeholt wurden. Das Hotel hatten wir ziemlich schnell gefunden. Es liegt ca. 20 min vor Rotorua, wenn man vom Norden kommt. Wir sind also zum Check-In und wurden herzlich begrüßt mit den Worten ‚You have been upgraded to a Suite which we have available tonight.’
. Na das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen! Das Zimmer war wunderschön, riesiges Bad mit Whirlpool und Dusche, Balkon etc.. Ach ja, einen Obstkorb hatten wir auch noch. Es war toll. Abends sind wir dann abgeholt worden und zu dem Maori-Village gebracht worden. Es war sehr interessant, aber doch auch sehr touristisch und fast schon Massenabfertigung. Wir haben von Einheimischen gehört, dass es das Mitai Maori Village gibt, welches noch nicht so überlaufen ist und daher auch richtig gut sein soll. Aber es war wirklich sehr interessant, das ganze mal zu sehen. Hier ein paar Eindrücke für euch.
So, am nächsten Morgen mussten wir auch schon wieder um halb sieben aufstehen, da wir schon um 08.15 Uhr in Rotorua zu unserer ½ tägigen Eco-Thermal-Tour mit Elite Adventures abgeholt wurden. Der Guide fuhr mit unserer Gruppe von 8 Leuten zu diversen Mud-Pools, heißen Quellen, heißen Flüssen, Geysiren etc..
Also es ist schon beeindruckend, wenn überall aus dem Boden Dampf steigt oder Matsch am Kochen ist.
Klingt nicht so spannend, muss ich zugeben, aber es war wirklich aufregend und super interessant. Wenn man dann an diesen heißen Quellen vorbei gelaufen ist und in eine dieser Dampf-Wolken gelaufen ist, dann hat es auch nach faulen Eiern gestunken, aber das war wirklich nur dann. Der Guide erklärte uns, dass diese Stinkerei mit dem Wetter zu tun hat. D.h. wenn schönes Wetter ist (wie wir es hatten), dann können die Gase in die Atmosphäre entweichen. Bei schlechtem, bewölktem Wetter ist das eben nicht der Fall und dann kann es auch schon mal stinken. Aber gut lassen wir das jetzt. Unser Guide hat uns dann im Waimangu Volcanic Valley abgesetzt, wo wir von unserem nächsten Reiseführer von Mt Tarawera NZ Ltd zu unserer ½ tägigen Mt Tarawera guided Tour abgeholt wurden.
Das war absolut beeindruckend! Mt Tarawera ist ein Vulkan, der bei seinem Ausbruch im Juni 1886 über 1500 Quadratkilometer unter Asche, Lava und Matsch begraben hat und dabei sind auch 153 Menschen ums Leben gekommen.
Mt Tarawera NZ Ltd ist der einzige Veranstalter, der die Rechte hat, per Allradfahrzeug fast bis zum Gipfel zu fahren und dort Führungen um und durch den Krater zu machen. Helipro hat zwar auch eine Landeerlaubnis dort, aber die Touris laufen dort dann nur für ca. 15 Minuten ein bisschen auf dem Gipfel hin und her. Unsere Tour dauerte knapp 4 Stunden und wir durften dafür vom Parkplatz zum Gipfel klettern und hatten einen wirklich exzellenten Guide, der uns die Geschichte und vieles mehr sehr gut nahe gebracht hat. Man muss noch dazu sagen, dass Andreas und ich die einzigen Touristen auf der Tour waren und wir somit den Guide für uns alleine hatten. Spitzenmäßig und absolut empfehlenswert!!
Abends haben wir dann auf einem Campingplatz in Rotorua übernachtet, weil wir am nächsten Mittag eine 4WD Bush Safari mit Off Road NZ gebucht hatten. Dort wurden wir so was von freundlich empfangen, man glaubt es kaum (Servicewüste Deutschland, schneid’ Dir mal ein paar Scheibchen ab davon!). Wie auch immer, bei dieser Tour bekommt man einen 4WD und darf selbst durch einen von der Firma angelegten Parcour fahren, natürlich unter Anleitung von Mitarbeiter. Das war der Hammer!! Absolut genial und ebenfalls einfach nur empfehlenswert!
Das war dann auch schon unsere Zeit in Rotorua. Aufgrund mehrerer Empfehlungen haben wir uns dann entschlossen auch noch einen Abstecher nach Whakatane zu machen und dort dann eine Tour nach White Island zu buchen. White Island ist Neuseelands einziger aktiver ‚See-Vulkan’ (haben keine andere Übersetzung dafür gefunden (NZ’s only active marine vulcano). Die Tour war am 03.11.06 und wir hatten mal wieder überaus viel Glück, dass das Wetter mitspielte, weil der Veranstalter natürlich nur dorthin fährt, wenn die Bedingungen es zulassen. Morgens ging es dann mit Peejay’s-Boot und ca. 70-80 anderen Touris los in Richtung White Island. Die Tour sollte ca. 6 Stunden dauern incl. 1,5 Stunden Fahrt jeweils, 2 Stunden auf der Insel und dann noch mal eine Runde um White Island mit dem Boot. Das Boot war wirklich sehr luxuriös muss man sagen und das Essen war auch ziemlich gut. Morning Tea und Lunch war inklusive und die Tour kostet $150,00 p.P.. Auch hier können wir wieder nur sagen: Sehr empfehlenswert und interessant! Ich weiß, ihr werdet es so langsam nicht mehr glauben, aber es ist tatsächlich so.
Während der Tour haben wir dann zwei Kölner kennen gelernt, die hier auf Hochzeitsreise sind – Rebecca und Dieter (oder Willi, Prince of Whales
). Mit den beiden haben wir uns dann auch abends verabredet, um mal ganz gewöhnlich ‚einen trinken’ zu gehen, fast wie daheim
. Wir hatten einen Spaß mit denen, das kann man keinem erzählen
!! Ja, und es hat sich dann auch so ergeben, dass wir dann abends denselben Schlafplatz hatten und morgens zusammen in unserem obergemütlichen Camper gefrühstückt haben.
Über den Tag hatten wir uns zwar ‚getrennt’, hatten uns aber quasi mehr oder weniger wieder für abends auf einem Campingplatz in Rotorua verabredet. (Wenn man von Whakatane aus in Richtung Taupo will, muss man wieder durch Rotorua durch). Dann stellte sich heraus, dass die beiden auch in Richtung Taupo und National Park und auch den Tongariro Crossing machen wollten, das ist eine Tageswanderung im Tongariro National Park, so dass wir uns dann mal eben zusammen getan haben und gemeinsam den Tag verbracht haben. Wir waren in der Nähe von Taupo bei den ‚Craters of the Moon’ (könnt ihr im Internet mal nachgucken). Dann sind wir nach Taupo gefahren und sind hier ein bisschen durch die Gegend gelaufen. Abends zusammen gekocht…. etc. Es war echt schön! (Leut’s, wenn ihr das lest: Wir hatten so viel Spaß mit euch, es war echt super!! Wir freuen uns schon darauf, euch mal wieder in ‚Good old Germany’ zu treffen!)
Ok, leider stellte sich dann bereits im Visitor Centre in Taupo heraus, dass die Wettervorhersage für den 06.11.06 und die folgenden Tage gar nicht gut aussehen (= katastrophal, d.h. mit Regen, Schnee ab 700m etc, Windwarnungen etc.). Was tun?
Wir (Deutsche) lassen uns ja aber von solchen Aussagen nicht wirklich von irgendwas abbringen (… die ham doch alle keine Ahnung!…). Also haben wir uns dann mal auf den Weg in Richtung Tongariro NP gemacht, dass wir im Falle von eventuell doch noch schönem Wetter morgens dann gleich loslaufen könnten. Was sollen wir sagen??? Die Wettervorhersage traf leider zu und man hat noch nicht mal bis ans andere Ende vom Parkplatz gesehen, ganz abgesehen von dem fantastischen Nieselregen und Wind. Ok, was nun? Rebecca und Dieter haben sich dann entschieden, den Tag zum Autofahren zu nutzen und somit in den Süden der Nordinsel nach Wellington zu fahren. Wir sind jetzt wieder in Taupo und sind noch nicht so ganz sicher, was wir machen sollen. Eigentlich hatten wir für den 08.-10.11.06 eine 3-tägige Kanutour gebucht, die ich heute Morgen aber aufgrund der Wettervorhersage per Anrufbeantworter abgesagt habe. Natürlich ist hier in Taupo jetzt wieder gutes Wetter, sodass wir hoffentlich die gute Frau von dem Kanu-Veranstalter bald mal ans Telefon kriegen und klären können, wie die Lage denn nun dort aussieht.
So, das war’s dann mal wieder von uns (… dat war jetzt aber och genouch, gell). Wir denken an euch ihr Lieben. Bis bald, Daniela und Andreas


